Header

16. Tag: Go with Kharma from Gokarna to Malpe Beach

January 13th, 2013. Published under 16. bis 20. Tag, Alle Berichte, Reise. 4 Comments.

Frisch auf in Gokarna und erst Mal das Dorf erkunden. Am Vorabend waren wir ja am letzten Drücker und bei Dunkelheit angekommen und konnten uns nur von den Althippies im Dachrestaurant ein Bild machen.

Raus aus unserem Gästezimmer sahen wir dann den Zugang zum Haus des Nachbarn – ich würde sagen, ein Kingfisher ist bei diesem Nachhauseweg die Limite, sonst wird man nass.

017Gokarna_Malpe001_DSC01684

Hier gleich noch das  Hotelpic of the last Night. Wobei Hotel wohl eher etwas hoch gegriffen ist.

017Gokarna_Malpe007_DSC01715

Dann mal den Strand bei Tageslicht besichtigen. Es hatte Zero Touristen, ausgenommen uns zwei, aber dafür jede Menge Pilger einer indischen Sekte – wobei Sekte hier nicht negativ verstanden sein will. Dr. D. fotografierte die Männer beim rituellen Bad von weitem. Als sie aber uns sahen, kamen sie an und wollten ihrerseits uns fotografieren. So ist das, wenn man plötzlich selbst zur Touristenattraktion wird. Sehr angenehme Menschlein übrigens – im Gespräch mit ihnen ergab sich, dass sie auf einer Pilgerfahrt waren und dass diese Station eben wichtig zur rituellen Reinigung im Meereswasser ist. Ich glaube, die waren so nett, weil wir sie nach der (spi)rituellen Reinigung getroffen haben. Vorher wären sie jenseitig spirituell dreckig gewesen und hätten uns wahrscheinlich ganz konkret diesseitig eine gepfeffert.

017Gokarna_Malpe002_DSC01701 017Gokarna_Malpe003_DSC01706

Wir haben uns dann nicht getraut, unsere bleichen Körper auch noch zu entblössen und so den Ort mit einem tunk im Meer zu entweihen. Nicht auszudenken, wenn uns Pilger vor ihrem Bad dabei erwischt hätten … Generell sah man keine bleichen Körper an diesem Strand und auch Inder sonnen sich eigentlich nicht – sind ja schon braun und bleich zu sein gilt als sehr empfehlenswert. Folgender letzter Satz zu diesem Thema  ist einer Person gewidmet, die genau weiss, wie er gemeint ist: Conny, nicht nur Mick Jagger sondern auch Indien ist sehr schön …

Dann in Gokarna zum indischen Frühstück. war sehr lecker und der halbe Markt gesellte sich zu uns. Nur zum sagen: Das vermeintliche Mädchen neben Dr. D. ist gemäss eigener Aussage bald zweifache Mutter

017Gokarna_Malpe006_DSC01712

Im Dorf sahen wir dann die mit Fahnen geschmückten Geländewagen, die uns bereits auf der Strasse durch ihre ziemlich aggressive Spurwahl und intensive Behupung aufgefallen waren. Stellte sich heraus, dass diese Fahrzeuge die Pilger transportieren – die Strecke wurde wahrscheinlich früher zu Fuss gemacht – sozusagen der Jakobsweg für Hindus.

017Gokarna_Malpe005_DSC01711

Man stelle sich vor, bei uns würde der Jakobsweg mit Geländefahrzeugen abgeraffelt … Hape Kerkelings Buch “Ich bin dann Mal weg” wäre nur circa 5 Seiten dick und hätte neben “Ich bin dann Mal weg” nur “Gugus, ich bin wieder da” als Kapitel.

Ein weiterer Vorteil zu Fuss zu pilgern wäre, dass dann wohl nicht so viele sterben würden im Verkehr mit den Geländewagen. Wobei ich aber auch nicht genau weiss, wie viele auf dem Jakobsweg an Altersschwäche sterben.

Wir machten uns auf den Weg gen Süden wobei Dr. D. trotz der dynamischen Fahrweise von Jimbo noch folgendes farbiges Bild eines Ladens gelang. Dr. D. und Jimbo diskutierten noch, welche Ware da wohl feilgeboten würde. Ein weiteres ungelöstes Rätsel, das Indien Sherlock Holmes (Jimbo) und Dr. Watson (wer wohl?) aufgab.

017Gokarna_Malpe008_DSC01720

Unten folgend  noch ein Resultat der dynamischen Fahrweise von Jimbo bei Dr. Daktaris Kopfputz. Wenn man lange bei höheren Geschwindigkeiten auf dem Rücksitz ist macht es einem mit der Frisur voll einen Don King.

017Gokarna_Malpe009_DSC01735

Weil wir gut im Zeitplan waren, nahmen wir noch einen Mittagslunch in einem Restaurant an der Strasse. Man gewöhnt sich langsam daran, dass einem immer mindestens drei Männer in ca. 1 m Entfernung beim Essen zuschauen.

017Gokarna_Malpe010_DSC01738 017Gokarna_Malpe011_DSC01740

Am Abend kamen wir in Udipi an – ebenfalls eine Pilgerstadt. Dr. D. wollte unbedingt noch Tempelschauen – Jimbo wollte seinen geschundenen Körper ins Meer tunken. Kompromiss: Man fährt am offiziellen Parkplatz vorbei und bis zum Tempel vor. Fanden die offiziellen Tuktuk Fahrer weniger lustig. Sonst sind das ja eigentlich unsere grössten Fans, weil wir ja wohl alle zusammen in die Tuktuk Kaste gehören. Dieses Mal schauten sie finster und sagten Jimbo (dem Schreibenden), er müsse wo anders hin. Ging ja schon auch 30 m weiter hinten mit Tuckie parkieren. War wohl schon ein  bisschen frech, sich gleich in die Taxischlange einzureihen. Dr. Daktari liess es sich derweil gut gehen, machte ein paar Föteli und liess sich gefühlt noch den Bart zuerst wachsen und dann rasieren.

017Gokarna_Malpe013_DSC01748 017Gokarna_Malpe014_DSC01751 017Gokarna_Malpe015_DSC01752 017Gokarna_Malpe016_DSC01753

Schön geschmückte Strassenlampen haben sie aber in Udipi.

017Gokarna_Malpe017_DSC01756

Gut, vielleicht war es ja auch im Tempel. Kann ich ja nicht wissen, war nicht da.

Im Bild unten noch mobile Tempel mit Rädli daran. Wenn Dr. D. ein echter Kollege gewesen wäre, hätte er einen solchen an den Strand schieben lassen, dann hätte Jimbo beim tünkeln einen Tempel besichtigen können.

017Gokarna_Malpe018_DSC01759

Und dann sprach er während dem Nachtessen nicht mal mit mir sondern bloggte in der Weltgeschichte rum.

017Gokarna_Malpe019_DSC01768

Nun gut, lassen wir es mit der beleidigten-Leberwurst-Posse. Das Bild habe ich geschossen, weil ich davon fasziniert war, wie elegant sich der Schnauz von Dr. D. um die Zigarre legte.

Wir haben es dann doch noch an den Strand vor Udupi namens Malpe Beach geschafft und konnten unsere vom Curry essen und gleich wieder durchlaufen lassen ausgemergelten Körper doch noch ins Meer tunken. Nach und nach trafen dann noch einige andere Teams ein und wir waren zuletzt noch eine ganz lustige Runde, bestehend aus Amis, Kanadiern, Deutschen und uns Schweizern.

017Gokarna_Malpe020_DSC01770

Als Tuck of the Day hat mir Dr. D. wiederum Neuseeländer zugeteilt – wohl in der Hoffnung, dass ich mir wieder einen billigen Scherz über sie erlaube. Den verkneife ich mir jetzt aber.

12 Tuckoftheday_007_DSC00828

Aber ist das nicht ein aufblasbares Gummmischaf da auf dem Dach?

4 Comments

Heinz Rahm  on January 13th, 2013

Das sind ja Erlebnisse!! Good luck für die restlichen Kilometer. Am Freitag gibt’s KEIN Curry sondern Metzgete!! Salutations Grang Cru

Dan  on January 14th, 2013

Einfach köstlich Eure Berichte und Pics!
Bin also mental voll dabei – wünsch Euch noch viele Schlaglöcher und Bumps – please horn!, scharfe Curries, bärtige Pilger und kühle Kingfisher

Cheers Dan

jimbo  on January 14th, 2013

Dan the Third Man! Ja, hast was verpasst … aber so bist du mindestens virtuell auf dem zweiten Rücksitz

Tinman  on January 18th, 2013

Agressive PilgerSUVs? Klingt nach einem Kosturicafilm.. Und der rollende Tempel ist ja ein absolutes Highlight, dass zum kulturellen Pflichtprogramm reder mittelgrossen Europäischen Stadt ernannt werden sollte!

Leave a Comment